Ziegelei Obergeschoss

Baufortschritt Montag 29.10. und Dienstag 30.10.2012
Winterzeit – es wird noch früher finster – und somit werden unsere Baustellenbesuche unter der Woche wohl nun meist im Dunkeln stattfinden. Ausgerüstet mit Taschenlampen haben wir also heute unsere Baustelle inspiziert. Keine ungefährliche Sache wie ich feststellen musste. Beim schon einmal beschriebenen Hürdenlauf zum Haus bin ich beinahe gestolpert, und beim Erklimmen der nun bereits ausgeschalten Stiege ( :-)) habe ich mir dann ordentlich den Kopf an einer Schalungsplatte gestoßen – glaub das gibt ’ne Beule. 😦  Aber oben angekommen gab es dann doch wieder ein wenig Neues zu bestaunen.
Die oberen Betonsäulen wurden bereits betoniert, so wie die Brüstung der Garage und auch ein paar Wände des Obergeschosses stehen schon. Zwei neue Maschinen haben auch auf die Baustelle gefunden. Ein Minibagger steht nun dort wo irgendwann einmal unsere Couch stehen wird, und hinter dem Haus, auf dem nun bereits hinterfüllten Loch, steht ein Ding das, wenn es größer wäre, richtig gefährlich aussehen könnte, aber in der „Kinderausführung“ eher putzig wirkt – dürfte ein Erdeverdichtgerät sein.
Na ja, ob sie mit der Obergeschossziegelei morgen fertig werden wage ich zu bezweifeln, aber mal schaun, möglicherweise überraschen uns unsere Bauarbeiter doch noch einmal.
Die Baubesprechung heute wegen unserer Gaube war auch nicht so erquicklich wie wir gewünscht hätten. Leider läßt sich die Gaube so, wie sie nun angedacht war, statisch nicht lösen, es musste also wieder etwas umgedacht werden. Sie wird nun direkt vom First abgehen und schräg nach unten laufen. Ich bin äußerst skeptisch, ob mir das gefällt, aber wenn wir einen hellen, luftigen Dachraum schaffen wollen, dann muss scheinbar die Ästhetik darunter leiden. Ich leide auch – aber wie so oft – das wird ein Kompromiss werden müssen.

Wir haben eine Stiege!

Baufortschritt Donnerstag 25.10. und Freitag 26.10.2012
Heute sind wir, also ich und Thom, auf die Baustelle gepilgert um die letzten Platten der Perimeterdämmung zu kleben. Plan war die Platten in zwei Stunden an den Wänden zu haben, aber da haben wir uns kräftig verschätzt. Nach fünf Stunden Gewerkel waren wir dann  letztendlich fertig. Es macht ganz schön viel Arbeit, wenn man beinahe jede Platte einzeln schneiden muss, besonders, wenn die Kreissäge eindeutig zu klein für die dicken Platten ist. Aber jetzt klebt sie die Dämmung, bombenfest würde ich sagen.
Gestern haben unsere fleißigen Bauarbeiter auch wieder Gas gegeben. Der zweite Teil der Decke wurde betoniert und … wir haben eine Stiege bekommen. Das hat mich heute sicherlich am meisten gefreut. So eine Stiege ist doch was herrliches – man kann ganz einfach in den ersten Stock gelangen … klingt banal, ist aber traumhaft! Konnte heute zum erstenmal die Aussicht von unserer zukünftigen Wohnzimmerterrasse genießen.

Nun ist also wieder mal Wochenendpause auf unserer Baustelle, und morgen kommt laut Wetterbericht der erste Schnee. Na ja, die Vorfreude darauf hält sich in Grenzen, aber es wird sicherlich auch wieder wärmer werden.

Kellerdecke

Baufortschritt Dienstag 23.10. und Mittwoch 24.10.2012
Wenn man auf die Baustelle kommt hat man derzeit das Gefühl aufräumen zu müssen. Man findet kaum einen Weg um zum Haus zu gelangen. Da muss man unten drunter und oben drüber, durch drei Pfützen und über einen Schotterberg. Aber heute hat sich dieser Hürdenlauf richtig gelohnt. Der erste Teil der Decke (Garage & Technikraum) wurden betoniert und der zweite Teil (Wohnraum) wurde bereits verlegt, geschalt und mit Leerrohren (was für ein Wort :-)) versehen. Nun nimmt das Haus so richtig Gestalt an. Wandert man durch die zukünftige Garage tropft einem von dort und da das Wasser des noch nassen Betons aufs Haupt und die Nase. Es duftet nach Baustelle – herrlich. Die Leerrohre hängen überall von den Decken und wirken wie die Adern unseres Hauses, und das sind sie später ja auch.
Lange bin ich heute durch das Untergeschoss gewandert, habe mich über die schon angedeutete Stiege gefreut, die gelb leuchtenden Wohnraumlüftungsausparungen gezählt, schon mal das Gefühl auf unserer späteren Schlafzimmerterrasse erfühlt – aber da liegt einfach noch viel zu viel Zeugs. Erst dann bin ich auf den Hang geklettert um das Ganze von Oben zu betrachten. Von dort wirkt das es noch viel besser.

Betonblatten Eingang & Terrasse, rückwärtiges Zuschütten

Baufortschritt Montag 22.10.12
Heute ging scheinbar wieder alles nach Plan, beinahe zumindest. Die Abdichter waren wie gesagt am Samstag noch gekommen, zwar haben sie nicht alles abgedichtet, aber der Rest wird dann Morgen geschehen. Die Platten wurden nun also von der Baufirma geklebt, die schwarze Noppenfolie wurde beigelegt und ca. ein Drittel der Höhe wurde mit Erde aufgeschüttet. Mehr geht laut Daniel nicht bevor die Decke nicht drauf ist, weil sonst Gefahr bestünde, dass die Wände einklappen – und das will natürlich keiner riskieren. Leider waren wir beim Zuschütten wieder einmal nicht zugegen, aber es wurde wohl mit einem Kran mit Greifzange gemacht – ein Riesenaufwand, wie alles, was mit unserem sehr steilen Hang zu tun hat.
Es wurden dann auch noch die Terassenplatte und die Eingangsplatte betoniert. Und die Nivellierung für die Kellerdecke hat heute auch schon stattgefunden. Es stehen schon überall in der Garage und im Technikraum die Deckenstützen. Morgen wird wohl ein Teil der Decke drauf kommen. Bin schon sehr gespannt.

Nachtrag Abdichtung

Nach einigen Telefonaten ist die Abdichtfirma dann am Samstag Nachmittag doch noch einmal angerückt und hat die Abdichtung zu zwei Drittel der Höhe fertig gemacht (höher gehts nicht ohne Gerüst). Wir konnten nun die Platten zwar nicht mehr wie ausgemacht selber kleben, aber zumindest kann die Arbeit am Montag weitergehen. Und dann doch noch zugeschüttet werden, damit wir zumindest nächstes Wochenende das letzte Drittel der Perimeterdämmung selbst anbringen können.
Bei der Frage danach, wer dieses Dilemma zu verantworten hat, wollte natürlich wieder keiner die Verantwortung übernehmen. Aber wie es aussieht war der Grund ein massives Kommunikationsproblem. Die Abdichtfirma meinte, es wäre hinten nicht angezeichnet gewesen, nur eben im vorderen Bereich, der Vorarbeiter meinte, dass das doch eine Frage des gesunden Menschenverstandes wäre, dass die Abdichtung rundherum angebracht gehört, er eben nur Vorne die Höhe angezeichnet hätte, da hier nicht die ganze Höhe nötig ist. Nun ja…irgendwie haben da beide Recht – und dann auch wieder nicht. Fest steht, dass wir für dieses Durcheinander auf jeden Fall nicht zahlen wollen.

Ziegelwände und unfertige Abdichtung

Baufortschritt Freitag 19. Oktober 2012 und Ärger am Samstag
Die Ziegelei ist schon gut fortgeschritten. Es stehen nun alle tragenden Wände im Untergeschoss. Das ist die gute Nachricht als wir heute, am Samstag Vormittag, alle auf der Baustelle ankommen, und die bereits geschaffte Arbeit begutachten.
Doch schnell kommt die Ernüchterung. Eigentlich sind wir heute so zahlreich auf der Baustelle erschienen, mit Proviant und Motivation nur so vollgepackt, um die Perimeterdämmung auf unser Haus zu kleben. Doch oh Schreck, oh Graus, wir müssen feststellen, dass die Abdichter, die ihre Arbeit am Freitag Nachmittag noch verrichten hätten sollen, diese nicht mit dem nötigen Durchhaltevermögen geleistet haben. Sie haben nur vorne, also pro forma, die Abdichtung aufgespritzt und die ganze Kellerrückseite einfach mal so gelassen wie sie war. Das bedeutet für uns natürlich, dass wir nicht weiterarbeiten können, und, dass am Montag nicht zugeschüttet werden kann, obwohl Bagger und LKW schon bestellt sind. Ist zwar eigentlich das Problem der Baufirma, aber der Winter sitzt uns im Genick, und wenn wir schon mal Zeit für etwas Eigenleistung haben, dann möchten wir uns natürlich das Geld auch wirklich sparen. Mit Ärger im Bauch und nach zahlreichen Telefonaten sind wir also wieder abgezogen und haben mit unseren braven Helferchen zu Hause den Proviant verspeist. Rahmgulasch mit Spiralis, Kartoffeln und Salat. Wir hoffen das nächste Mal kommts wirklich zum Arbeiten.

Ziegelwände Untergeschoss

Baufortschritt Mittwoch & Donnerstag 17.10.12 & 18.10.12
Gestern haben wir es nicht auf die Baustelle geschafft, es gibt einfach in der Arbeit viel zu viel zu tun. Aber heute gibt es wieder News von der Arbeitsfront.
Die „kleine“ Badezimmerwand von vorgestern ist nun zu vielen Wänden ausgewachsen. Schön langsam nimmt das Untergeschoss Gestalt an. Fünf Arbeiter wuseln mit ihren gelben Helmen auf der Baustelle herum, da wird geschalt, geziegelt, abgemessen, … an jeder Ecke des Hauses ist was los. Da freut sich das Baufrauenherz!
Der Bauherr macht heute ausnahmsweise einmal Fotos mit Arbeitern auf der Baustelle, denn es war wieder einmal Baubesprechungstermin. Ein wenig sind wir hinter der Zeit. Die Decke kommt nun erst Anfang nächster Woche. Aber das Wetter ist strahlend schön, die Wochenendarbeit wird somit nicht frostig. Da freut man sich direkt aufs werkeln, besonders wenn man bärenstarke Hilfe von Schwesterchen und Schwager inspe bekommt.