Dach und Zisterne

Baufortschritt Donnerstag 29.11.12
Heute wurde die Zisterne eingebuddelt. Eine ordentliche Grube war dafür notwendig. Viel zusätzliche Erde liegt nun im Garten. Damit haben wir nicht gerechnet, ein ganzer Tag Baggern.
Am Dach hat sich auch einiges getan. Bis auf wenige Quadratmeter ist nun die Bauder-Folie montiert worden. Die Dachrinnen sind auch schon alle montiert.

Abendeinheit & Dachrinnen

Baufortschritt Mittwoch 28.11.12
Die Bauarbeiter machen immer noch Verschnaufpause von unserer Baustelle, aber damit sich unsere Nachbarn nicht zu früh ob der eingekehrten adventlichen Stille freuen können, hat der Spengler/ Dachdecker den Platz als Lärm- und Baufortschrittsproduzent eingenommen. Viel haben sie heute nicht geschafft, aber ich kann berichten, dass wir an beiden Dachseiten nun bereits eine Dachrinne haben :-). Ganz fertig ist diese zwar noch nicht, an manchen Enden würde es noch rausplätschern, aber im Großen und Ganzen ist die Rinne montiert – leider mit ein paar Dellen. Aber Thomi meinte, ich solle da mal nicht zu streng sein, diese Dellen würde man später nicht mehr sehen. Wahrscheinlich hat er recht, aber als Frau sieht man einfach JEDE Unebenheit ;-), sogar in stockfinsterer Nacht.
Ja Nacht, denn wie unter der Woche üblich, schafften wir auch heute den Weg auf die Baustelle nicht vor sieben am Abend. Und heute haben wir, zum Leidwesen des „Dorfes“ auch noch beschlossen einen Teil der Oberlichte auszuschalen, damit wir am Freitag Vormittag sofort und ohne Verzögerung (falls es so etwas auf einer Baustelle überhaupt gibt) mit dem „Ziegeln“ beginnen können. Denn „Time is money“, und beides zerrinnt zwischen unseren Fingern wie Wüstensand  ;-). Mit Gewalt, a bisserl taktischem Geschick und zahlreichen Hammerschlägen haben wir also den nördlichen Teil der Verschalung runtergeschlagen. *Rums* und das Nagelteil kommt einem entgegen. Da stehen uns am Wochenende noch einige Schrecksekunden ins Haus.

Derzeit Stillstand mit Freude und Ärger

Momentan ist baumeistertechnisch Stillstand auf der Baustelle. Morgen Mittwoch  kommt der Dachdecker / Spengler um einige Dinge (Dachrinnen montieren und 3mm Folie übers Dach) zu erledigen und um sich die nötigen Abdichtungen anzusehen, damit am Freitag bei der nächsten Baubesprechung, die Übergabe funktionieren kann  (vor allem damit wir dem Baumeister die noch nötigen Reinigungsarbeiten weitergeben können). Denn – die Abdichtung ab Decke-Unterkante gehört nicht mehr zur Baumeisterarbeit sondern muss schon von einem professionellen Abdichter verrichtet werden. In unserem Fall von unserem Dachdecker/Spengler/Schwarzdecker. Da hilft auch kein Zicken meint Thomi. Also habe ich vorerst mein grantiges Gesicht mal wieder eingepackt.

Heute haben wir uns ein wenig Werkzeug organisiert. Wir haben über „willhaben“ eine Tonne voll Gartenwerkzeug um 20 Euro erstanden :-). Also Schaufeln und so Zeug. Damit wir auch ein wenig werkeln können. Was uns jetzt noch fehlt ist eine Brechstange für Samstag zum Ausschalen (die Schneeschaufel hat er uns vorenthalten, aber da soll man nicht undankbar sein).

Leider haben wir beim Nachmessen der Stiegen, ja die Stiegen über die ich mich schon wie ein „Hutschpferdchen“ gefreut habe, Messfehler entdeckt. So wie die Stiegen derzeit betoniert sind, wären die letzten Treppen nun stets statt 18cm 25cm hoch – inakzeptabel! Also habe ich zur Feier des Abends mein böses Gesicht wieder ausgepackt.
Mal schaun, ob wir das am Freitag klären können. Wäre toll, wenn wir hier einen Denkfehler hätten, befürchte aber, dass unsere gedungenen Bauarbeiter hier gravierende Rechen- und Messfehler gemacht haben. 😦 . Ich habe auf jeden Fall entschieden, dass das nicht so bleiben kann!
Freitag Vormittag wird also Großkampftag: Beschwerde über Stiege anbringen, Treffen mit der Straßenverantwortlichen von der Gemeinde bez. des angeblich „gehenden“ Hanges und der Straße mit den Rissen (für welche wir eindeutig nicht alleine verantwortlich sind) und „Ziegeln“ im Obergeschoss.

 

 

Wochenendprogramm

Auch dieses Wochenende gab es wieder Kleinigkeiten zu erledigen. Am Freitag hat Thomi den Rohbau gefegt. Das war tatsächlich dringend notwendig, denn dieses Wochenende hatten wir zahlreichen Besuch auf der Baustelle. Zuerst schneite mein Vater überraschenderweise vorbei und dann haben auch Thomis Eltern den Rohbau inspiziert. Und da will man das Häuschen ja schließlich von seiner besten Seite präsentieren.

Am Samstag haben wir gemeinsam das ganze Bauholz sortiert. Aus den großen Brettern die wir noch brauchen haben wir die Nägel rausgeschlagen und das kleinere, nicht mit Nägeln gespickte Zeug, haben wir auf Paletten ins Trockene gebracht. Wäre doch schade um all das herrliche Brennmaterial 😉  *Punsch am offenen Feuer, hmm erste Hausbesitzerträume*. Und auf einer Baustelle wird ohnehin ständig etwas zum Unterlegen usw. benötigt. Wirklich erstaunlich wie viel Holz für so eine Baustelle gebraucht wird.

Morgen Montag ist wieder eine Baubesprechung dran. Wir haben schon eine laa,ange Liste an Fragen und auch Beschwerden. Vor allem bezüglich der hinteren Abdichtung (Richtung Hang) sind wir besorgt. Die Abdichtung ist stark verschmutzt, zwischen der Perimeterdämmung und der Noppenfolie ist schon jede Menge Dreck zum Liegen gekommen (dieses Material könnte sich durch die Dämmung werkeln und später die Bitumenabdichtung verletzen, meint Papa wohl zurecht), außerdem reicht die Noppenfolie immer noch nicht bis oben hin – was besagte Verschmutzung zur Folge hat. Mit dem Zuschütten waren unsere Bauarbeiter wirklich schnell… wohl zu schnell, denn in dieser Form können sie das nicht belassen. Für solch eine Arbeit werden sie von uns kein Geld bekommen. Und auch die Ausrede, dass da der Schwarzdecker noch ran muss, lassen wir so nicht gelten – denn der kann auf diesem Dreck auch nichts abdichten. Ärgerlich 😦

Dachstuhl die III.

Baufortschritt Donnerstag 22.11.12
Jetzt ist er weg – der Kran. Heute haben sie ihn demontiert und abtransportiert. Somit ist noch mehr Platz im zukünftigen Garten. Irgendwie schade. Hatte mich schon so an den „Marker“ unseres Bauplatzes gewöhnt. Aber alles hat ein Ende.
Ansonsten kann ich heute nur von der Fertigstellung des Dachstuhles berichten. Das wirkt nun etwas wenig, ist laut Thomi aber „eh genug“ und seine geschwollene Zehe (die Bretter sind ganz schön schwer) ist da sicher seiner Meinung. Jetzt ist das Dach zumindest mal soweit dicht. Und nun regnets eh schon… also gleich die Probe.
Robert unser Dachdecker war heute auch auf der Baustelle. Hat sich umgeschaut und uns mitgeteilt, dass er nächste Woche mal keine Zeit hat. Eventuell Freitag und Samstag, aber das kann er auch nicht versprechen 😦 . Na ja – also wieder mal die Buddhistin auspacken, tief einatmen und – nun ja – hoffen. Aber wenn meine Vermutung stimmt, dass so eine Baustelle wie die Enterprise funktioniert, dann wird alles im allerletzten Moment noch gut, wenn nicht sogar besser.

Dachstuhl die II.

Baufortschritt Mittwoch 21.11.12
Der erste Advent rückt näher und wie die Kerzen am Adventskranz jede Woche mehr werden, so werden auch auf unserer Baustelle mit vorrückender Bauzeit die Männer mehr (leider bin ich da nie mit von der Partie 😉 ). Heute werkelten fünf Professionisten und Thomi der Fertigstellung unseres Rohbaus munter entgegen. Sechs Männer und ein Motivationsschokokuchen – da muss was weitergehen!
Was ist also heute geschehen? Die drei Arbeiter von der Baumeistertruppe haben im Dachgeschoss „herumgeziegelt“. Also alles was noch so gefehlt hat vervollständigt. Sie haben wieder etwas zusammengeräumt (gleicht langsam einem Weihnachtsputz) und, wie Thomi es salopp formuliert hat, a wengerl „zaumkehrt“.
Die Truppe vom Zimmerer, ist übrigens die gleiche Firma, nur eben andere „Spezialisten“, haben da schon mehr zum sogenannten Baufortschritt beigetragen. Es wurde die erste Lattung vervollständigt und die Bauder-Folie (Dampfbremse) montiert. Also sind sie mit Thomis tatkräftiger Unterstützung schon ganz schön weit gekommen.
Auch der Statiker war heute da. Nun ja, wie erwartet hat das nur mäßig was gebracht. Der braucht natürlich, damit er was sagen kann ein Bodengutachten – war eh klar, im Baugewerbe sagt ja niemand was Sache ist, weil keiner will an irgendwas schuld sein. Das werden wir uns aber nicht geben, denn das Gutachten kostet auch nur wieder eine Lawine, und irgendwas müssen wir mit dem Hang ohnehin machen, so wie er sich derzeit präsentiert können wir ihn nicht bearbeiten. Somit werden wir „einfach“ der Garage entlang im hinteren Bereich L-Betonprofile aufstellen. Das kann die Garage ertragen, soviel konnte uns der Statiker zumindest versichern, und dann können wir den Hang zuschütten und haben auf alle Zeiten Ruhe. Die Optik ist zwar für das weibliche Auge etwas fragwürdig, aber dafür gibt es ja Efeu und ähnliches Gestrüpp, das wird der Sache dann schon Leben einhauchen, und bis dahin geben wir es als „moderne Architektur“ aus 🙂 .

Dachstuhl die I.

Baufortschritt Dienstag 20.11.2012
Heute haben wir es erst wieder seeehr spät auf die Baustelle geschafft – zappenduster war es mal wieder, aber was uns erwartet hat, das hat unsere Äuglein strahlen lassen. Zum Ersten: unsere Baumannschaft hat aufgeräumt, nicht alles, das wäre ja beinahe gespenstisch gewesen, aber der Saustall ist enorm geschrumpft und sogar die Bauhütte war verschwunden. Jetzt schaut der Garten richtig groß aus, und rund ums Haus sind die wild umherliegenden Schalungsteile verschwunden.
Zum Zweiten: der Kamin wurde fertig gemauert. Jetzt hat er schon einen „Alu-Abschluss“ oder wie man das nennt.
Zum Dritten: Heli hat Teile der Strangentlüftung im Dachstuhl fixiert.
Zum Vierten: der Dachstuhl wurde wie angekündigt aufgeschlagen und es wurden sogar schon einige Bretter vernagelt. Das ging richtig schnell. Der Auskunft des Zimmermeisters zufolge könnte der Dachstuhl schon am Donnerstag fertig sein. Unglaublich, von sieben Tagen zunächst veranschlagter Arbeitszeit unseres betreuenden Bauleiters, ist die Arbeitszeit nun auf drei Tage gesunken. Verhältnisse wie auf der Enterprise: „Wie lange brauchst du Spocky?“ – „Sieben Tage Captain.“ – „Das ist zu lange, du musst in vier fertig sein.“ – „Gut Captain – ich schaff es in drei!“ 🙂
Ich kann nur sagen, das Dachgeschoss mit der Gaube wird wunderschön. Der Ausblick ist traumhaft, und wenn in der Voest ein Abstich gemacht wird, dann wird der ganze Himmel orange. Wunderschön anzuschauen. Heute war ich seit langem wieder einmal richtig begeistert (ähnliches Gefühl wie nach dem Aushub, der Bodenplatte und der ersten Stiege).
Morgen nimmt sich Thomi frei um den Zimmerleuten zur Hand zu gehen. Bin gespannt wie das Häuschen am Ende der Woche aussieht.

Kamin und Fragen des Tages

Baufortschritt Montag 19.11.12
Da morgen der Dachstuhl aufgeschlagen wird, musste unser Bautrupp heute noch einige fehlende Details erledigen. In erster Linie wurde der Kamin gesetzt. Es wurde die Hinterseite der Terrasse mit Schotter aufgeschüttet, ein, zwei Löcher gestemmt für die Strangentlüftung (leider nicht fertig gemacht, da im EG die Schalung im Weg ist – das muss also wieder einmal provisorisch erledigt werden), die zweite Stiege wurde ausgeschalt und angeblich wurde auch zusammen geräumt. Nun ja, den Kamin habe ich gefunden, die Stemmarbeiten waren erkennbar (wenn auch der Schutt einfach liegen geblieben ist), der Schotter war wo er hingehört  und die Stiege war wunderschön, so ohne Holzverschalung, nur vom Zusammenräumen hat das weibliche Auge nichts entdecken können. Der Weg zum Haus war – wie immer – ein Hürdenlauf. Das Thema Sicherheit auf der Baustelle ist für unsere ausführende Firma eher eine unbekannte Größe, beinahe hätte ich die falsche Stiegenseite gewählt – und da gehts runter – weit runter!
Alle anderen offenen Fragen, wie die der Statik für unseren Hang und die Frage ob dann nächste Woche unser Dachdecker wirklich zum Arbeiten kommt, blieben unbeantwortet.
Zusätzlich haben wir auch noch einen Fehler in der elektrischen Rohrverlegung entdeckt.
Als BauherrIn musst du eindeutig BuddhistIn werden – keine zu großen Gefühle aufkommen lassen und in vollem Vertrauen auf den natürlichen, heilbringenden Weg setzen. 🙂

Horuck vorm Wochenende

Baufortschritt Freitag 16.11.12
Nächste Woche kommt der Dachstuhl, darum muss noch so einiges an diesem eiskalten Freitag geschafft werden. Also müssen alle Mann ran. Leider haben die anderen Helfer ausgelassen und so müssen Thomi und sechs weitere „gedungene“ Bauarbeiter das Baby schaukeln. Und den Fotos nach zu urteilen haben sie ganze Arbeit geleistet.
Im Obergeschoss wurde zunächst die zweite Stiege vervollständigt, alle tragenden Mauern gemauert und alle Schalungen wurden entschalt.
Im Untergeschoss hat Thomi mit zwei jungen Maurern die nicht tragenden Wände geziegelt. Jetzt sieht es schon so aus wie es sein soll, und in manchen Räumen ist es nun stockdunkel geworden, so ohne Licht 😦 .
Der Saustall rund ums Haus ist noch nicht weniger geworden, aber der Hang hält – wie eine Wella Fönwelle – somit ist alles im grünen Bereich.

Das Dachgeschoss entsteht

Baufortschritt Montag 12.11.12 bis Donnerstag 15.11.12
Diese Woche entsteht Schritt für Schritt unser Dachgeschoss. Die Giebelwände werden gemauert und natürlich alle nötigen Betonträger die den Dachstuhl später tragen müssen. Natürlich wird auch der Betonkranz für die Gaupe betoniert. Schaut ganz schön toll aus.

Alles wäre eitle Wonne Sonnenschein, wenn da nicht das Problem mit unserer rückwärtigen Steinwand, nicht Steinwand, wer weiss welche Wand da geht, nötig ist,… wäre. Drei Professionisten, drei Meinungen, und der Statiker, der zumindest den Dringlichkeitsstatus festlegen könnte, meldet sich einfach nicht : HMMM.
Nun ja, scheinbar braucht gut Ding Weile…. hoffen wir mal so.
Morgen ist ja auch noch ein Tag.